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Weil ich auf ihre Antworten ehrlich neugierig bin, auch wenn ich sie "cum grano salis" nehmen werde. Ich finde eine interessengeleitete Darstellung zwar problematisch, aber nicht grundsätzlich verwerflich; man muss sie nur auch benennen. Drittmittelfinanzierte Studien vor allem im medizinischen Bereich weisen ja auch oft auf "possible conflicts of interest" hin, wenn der Sponsor der Studie einschlägige Interessen hat. Aber ich wiederhole nochmal die Fragen: 1) Warum soll die SCHUTZwirkung von Fahrradhelmen auf Deutschland übertragbar sein, die NEBENwirkungen aber nicht? 2) Glauben Sie, dass Radfahren (oder irgend eine andere Aktivität) mit zusätzlichen Vorschriften und Einschränkungen GEFÖRDERT werden kann? Für's Radfahren denke ich an Radwegzwang, Helmpropaganda und den Rat, Müllmannwesten zu tragen: Macht irgend etwas davon Radfahren attraktiver? 3) Wenn es der UDV um "die Sicherheit" geht: An welcher Stelle setzt sie sich dafür ein, die Durchschnittsgeschwindigkeit von Kfz zumindest innerorts wirksam zu senken? Oder kommen ihre Forschungen zu dem Schluss, dass das keinen Sicherheitsgewinn bringen würde? 4) Diese Frage ist jetzt neu: Selbst wenn "Radweg nicht grundsätzlich schlecht" wären, wie Sie schreiben (ich widerspreche, aber bleiben mal bei Ihrer Sicht): Welchen Zweck erfüllt dann eigentlich die Benutzungspflicht -- wenn nicht den der Marginalisierung? "Gute Radwege" bräuchten doch keine Pflicht, oder? Ich habe mich kurz unter den Publikationen auf udv.de umgesehen und muss zugeben, dass ich viel Interessantes und auch Unerwartetes gelesen habe. Vielleicht war ich mit meiner Einschätzung zu schnell. Die eben wiederholten Fragen bleiben aber offen. Mfg, Urs Lautebach