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Ich würde mich freuen, wenn sich die UDV für neue Studien stark machen würde, bei der die Sicherheit der Radverkehrsführung auf der Fahrbahn untersucht würde. Dass in der ERA zu dem Thema so gut wie nichts drinsteht, ist bedenklich. So wäre z.B. zu prüfen, ob die Fahrbahnbreiten von 6 bis 7 Metern wirklich auch zu vermehrten Unfällen führen oder nur zu problematischen Überholabständen, wie die Schweizer Studien zeigen. Auch Studien, wie man die Hauptunfallgefahr im Längsverkehr (Unfälle mit Autotüren) beseitigen kann, bedarf es. Ebenso fehlen in ERA und RASt Aussagen, wie Fahrstreifen an LSA-Knoten anzulegen sind. Oftmals geht der rechte Streifen einer einspurigen oder mehrspurigen Straße in einen Rechtsabbbiegestreifen über. Wer geradeaus fahren will, muss sich nach links einordnen, was kaum möglich ist, weil von hinten permanent überholt wird. Gerne also mehr Forschung zum Mischverkehr auf der Fahrbahn! Auch die frei erfundenen Diagramme der ERA zu den Führungsformen in Abhängigkeit von der Verkehrsstärke und Kfz-Geschwindigkeit müssten dringend empirisch abgesichert werden - insbesondere auch für mehrsprurige Fahrbahnen, da es dazu nach meinem Wissen überhaupt gar keine Unersuchung gab.