Sie sind hier

Neuen Kommentar schreiben

Ich begrüße die Diskussion hier und auch das Bemühen der UDV, um mehr "Licht ins Dunkel" zu bringen. Ich bin Vielradfahrer und sehe mit ungutem Gefühl, daß es seit 1998 ein Gesetz für die Anordnung benutzungspflichtiger Radwege gibt, das bis heute - 17 Jahre nach Inkrafttreten - nur in wenigen Fällen umgesetzt ist. Mir fehlt im Alltag auch die Rechtssicherheit, wenn ich die Fahrbahn einer gefährlichen aber als benutzungspflichtig beschilderten Buckelpiste vorziehe. Wird man dabei erwischt, ist es auch heute noch ein ausgesprochen seltener Glücksfall, wenn man auf einen verständnisvollen Ordnungshüter trifft. Daß Länder oder Kommunen von sich aus anfangen, die Beschilderung neu zu bewerten, ist leider immer noch die große Ausnahme. So muß die Umsetzung des Gesetzes durch die Verkehrsträger mittlerweise als fahrlässig schleppend bezeichnet werden. Es ist eine Zumutung, daß dieser Zustand oft nur auf dem mühseligen Rechtsweg für jedes einzelene Schild geändert werden kann. Damit nicht genug. Mit fehlt ebenso mehr Engagement bei der Verbreitung des Wissens über die aktuelle Gesetzeslage. Erst vor zwei Tagen hatte ich wieder eine Diskussion mit einem PKW-Fahrer, der mir weis machen wollte, daß ich einen ca. 30m abseits der Straße hinter einer Reihe von Wohnhäusern gelegenen "anderen Radweg" (Gehweg, Radfahrer frei) zu benutzen habe damit er ungehindert die Fahrbahn benutzen kann... Forschung ist in meinen Augen sehr wichtig, aber momentan fehlt es auch massiv an der Umsetzung der Gesetzeslage.