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Auswahlhilfe für Materialien zur Schulwegsicherung

 


Kinder verunfallen am häufigsten auf dem Weg von und zur Schule. Auf diesen Wegen nehmen die Kinder immer selbständiger am Straßenverkehr teil. Der Weg zur Schule muss daher vorbereitet und geübt werden. Diese Aufgabe übernehmen zumeist Familienangehörige, Pädagogen oder Polizisten.

Der Schulweg sowie die Radfahrausbildung sind elementare Themen der Verkehrserziehung. Unterstützung bieten zahlreiche Materialien (Flyer, Bücher, App`s, etc.), die von beinahe jedem Akteur in der Unfallprävention angeboten werden.

Bei der Vielzahl der Angebote, stellt sich die Frage nach der Angemessenheit und Passgenauigkeit für:

  • das jeweilige Alter sowie den Entwicklungsstand des Kindes,

  • ob der Weg zur Grundschule oder einer weiterführenden Schule geübt werden soll,

  • geht das Kind zu Fuß, ist es mit dem Fahrrad unterwegs oder muss es die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, da z.B. kein Schulbus fährt?

  • Wird das Kind von den Eltern im Auto transportiert?

  • Üben Eltern, Pädagogen im Kindergarten/der Schule oder Polizisten mit dem Kind?

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat ein Instrument entwickelt, das diese Auswahl erleichtern soll. Aus verschiedenen Bewertungsansätzen (sehr ausführliche, theoriengeleitete Bewertungsmanuale, kürzere praxistauglichere Verfahren, webbasierte benutzerfreundliche jedoch fachunspezifische Beurteilungsraster),wurde ein Kriterienkatalog erstellt. In diesem werden mit Hilfe von 14 Kriterien die Materialien beschrieben und bewertet.

Für Eltern, verkehrspädagogisch tätige Kräfte oder Experten wurde jeweils ein separater Kriterienkatalog erstellt. In der Grundstruktur sind diese deckungsgleich, im Umfang und dem Grad der Detailliertheit jedoch auf die jeweilige Nutzergruppe abgestimmt.

Um die Anwendung des vorliegenden Kriterienkataloges zukünftig noch nutzerfreundlicher zu gestalten, könnten die verschiedenen Materialien zur Schulwegsicherheit in eine elektronische Datenbank mit den entsprechenden Suchfiltern überführt werden. Dazu bedürfte es einer unabhängigen und von den Zielgruppen anerkannten Institution mit den notwendigen Ressourcen und dem entsprechenden Expertenwissen.