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FAS-Potentiale bei unterschiedlichen Lkw-Kategorien

In dem Forschungsprojekt „Fahrerassistenzsysteme“ ist die Unfallforschung der Versicherer (UDV) auch der Frage nachgegangen, ob die untersuchten FAS für unterschiedliche Lkw-Kategorien die gleiche Bedeutung, bzw. das gleiche Nutzenpotential haben oder nicht. Unterschieden wurden dabei die Lkw-Kategorien „Solo-Lkw“, „Lkw mit Anhänger“ und „Sattelzugmaschine (mit Auflieger)“.

 

  Solo-Lkw Lkw + Anhänger Sattelzugmaschine
Notbremsassistent, einfach 1) (v *) 2,2 6,1 5,1
Notbremsassistent, erweitert 2) (v) 7,9 10,7 9,5
Abbiegeassistent RF (v) 4,2 0,6 2,9
Abbiegeassistent FG (v) 0,5 0,9 0,8
ESP (pb **) 1,5 4,6 6,1
Totwinkelwarner (pb) 6,8 5,2 6,4
Spurverlassenswarner (v) 1,6 1,8 1,3
Rückfahrassistent (v) 3,0 0,5 --

Angaben in Prozent

- 1): FAS erkennt nur bewegte zweispurige Fahrzeuge

- 2): FAS erkennt bewegte und stehende zweispurige Fahrzeuge

- * v = vermeidbar
- ** pb = positiv beeinflussbar

Die zwei wichtigsten FAS mit dem größten Potential für alle drei Lkw-Kategorien sind der erweiterte Notbremsassistent, der sowohl bewegte als auch stehende Fahrzeuge erkennt, sowie der Totwinkelwarner. An dritter Stelle folgt für die Kategorien „Lkw + Anhänger“ und „Sattelzugmaschine“ das ESP, wohingegen für „Solo-Lkw“ ein Abbiegeassistent einen deutlich höheren Nutzen erwarten lässt als ein ESP. Es zeigt sich auch, dass ein Rückfahrassistent für Solo-Lkw ein vielfach höheres Nutzenpotential aufweist als für Lkw mit Anhänger oder für Sattelzugmaschinen.