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Notbremsassistent

In einem mehrjährigen Forschungsprojekt hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) das theoretische Nutzenpotential von Notbremsassistenten für Lkw untersucht. Notbremsassistenten sind von der EU für neue Lkw-Typen (Klassen N2 und N3) ab November 2013 verbindlich vorgeschrieben.

Die von der UDV betrachteten zwei Systeme stellen zum einen einen Notbremsassistenten der heutigen Generation dar, der auf bewegte zweispurige Fahrzeuge reagiert und zum anderen ein moderneres, erweitertes FAS, das auch stehende, zweispurige Fahrzeuge erkennen kann.

Ergebnisse für den einfachen Notbremsassistenten (er erkennt bewegte zweispurige Fahrzeuge):

  • Vermeidbare Lkw-Unfälle: 6,1 %

  • Vermeidbare Getötete bei Lkw-Unfällen: 3,5 %

  • Vermeidbare Schwerverletzte bei Lkw-Unfällen: 4,0 %

  • Vermeidbare Leichtverletzte bei Lkw-Unfällen: 7,4 %

Ergebnisse für den erweiterten Notbremsassistenten (er erkennt bewegte und stehende zweispurige Fahrzeuge):

  • Vermeidbare Lkw-Unfälle: 12,0 %   

  • Vermeidbare Getötete bei Lkw-Unfällen: 4,9 %   

  • Vermeidbare Schwerverletzte bei Lkw-Unfällen: 8,4 %   

  • Vermeidbare Leichtverletzte bei Lkw-Unfällen: 17,5 %

Würde man die vermeidbaren Lkw-Unfälle lediglich auf Auffahrunfälle von Lkw beziehen, so ergäbe sich ein Nutzenpotential von 26,5 % für den einfachen und 52,3 % für den erweiterten Notbremsassistenten.