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Spurverlassenswarner für Lkw

Spurverlassenswarner sind von der EU für neue Lkw-Typen (Klassen N2 und N3) ab November 2013 verbindlich vorgeschrieben. In einem mehrjährigen Forschungsprojekt hat die Unfallforschung der Versicherer (UDV) das theoretische Nutzenpotential von einem Spurverlassenswarner für Lkw untersucht.

Das von der UDV betrachtete FAS basiert in seiner Funktionalität auf den heute bereits auf dem Markt erhältlichen Spurverlassenswarnern, z.B. von MAN und Mercedes. Hier erkennt eine Videokamera hinter der Windschutzscheibe den Fahrspurverlauf. Das System wertet die erkannten Spurmarkierungen aus und warnt den Fahrer bei drohendem Verlassen der Fahrspur.

Ergebnisse für den Spurverlassenswarner für Lkw:

  • Vermeidbare Lkw-Unfälle: 1,8 %

  • Vermeidbare Getötete bei Lkw-Unfällen: ---

  • Vermeidbare Schwerverletzte bei Lkw-Unfällen: 1,0 %

  • Vermeidbare Leichtverletzte bei Lkw-Unfällen: 1,8 %

Bezieht man die durch den Spurverlassenswarner vermeidbaren Lkw-Unfälle auf alle Lkw-Unfälle durch unbeabsichtigtes Abkommen von der Fahrbahn/Fahrspur, so ergibt sich ein theoretisches Nutzenpotential von 38,9 %.