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Grundlagen der kindlichen Verkehrspädagogik

 

Jährlich verunglücken in Deutschland rund 30.000 Kinder als Fußgänger, Radfahrer und Mitfahrer im Auto. Auch wenn die Unfallzahlen in den letzten Jahren gesunken sind, so sind sie noch immer auf einem hohen Niveau. Der Mobilitäts- und Verkehrserziehung kommt daher eine wichtige Funktion in der Unfallprävention zu. Sie hat das Ziel, Kindern Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln, damit sie sicher, partnerschaftlich und rücksichtsvoll am Verkehr teilnehmen können.

Unklar war bisher, in welchem Alter sich welche Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbilden. In einer umfangreichen Literaturstudie wurde der aktuelle Forschungsstand aus den Bereichen Unfallforschung, Pädagogik und Entwicklungspsychologie zur vorschulischen und schulischen Mobilitäts- und Verkehrserziehung aufgearbeitet. Ergebnis ist eine Kompetenztabelle für Kinder im Alter von < 3 bis 14 Jahren. In einem zweiten Schritt wurde die Kompetenztabelle auf fünf, für Kinder häufige, Verkehrssituationen angewendet. Eine wissenschaftliche Grundlage der kindlichen Verkehrspädagogik ist so gelegt.