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Automatisierte Pkw auf Autobahnen: Aktive und passive Sicherheitsaspekte

Automatisiertes Fahren gilt als die Zukunft der Mobilität. Es soll den Verkehrsfluss effizienter gestalten und die Zahl der Verkehrsunfallopfer sowie Emissionen und Staus verringern. Die Unfallforschung der Deutschen Versicherer hat eine umfassende Studie basierend auf den Unfalldaten der UDB zu Autobahnunfällen mit Beteiligung von Pkw durchgeführt. Ziel der Studie war es, den aktiven und passiven Sicherheitseffekt der automatisierten Fahrfunktion zu ermitteln.

Das Unfallgeschehen wird sich im Vergleich zur heutigen Situation, in der Autos mit automatisierter Fahrfunktion im manuellen Modus fahren, nicht verändern. Wenn Autos im Vergleich dazu in einem automatisierten Modus gefahren werden, sind Effekte für die aktive Sicherheit und Konsequenzen für die passive Sicherheit zu erwarten. Der wesentlichste Nutzen ist von den heutigen modernen Assistenz- und Komfortsystemen (ADAS+) zu erwarten, wenn diese aus einem Notbremsassistenten, einem Spurwechselassistenten, einem Totwinkelassistenten und einem adaptiven Tempomaten bestehen.  Im Vergleich zu modernen Fahrzeugen, die mit diesen Systemen ausgestattet sind, könnte mit automatisierten Fahrfunktionen (L 3) nur ein kleiner zusätzlicher Nutzen in Bezug auf vermeidbare Unfälle auf Autobahnen erwartet werden.  Aus Sicht der deutschen Versicherer könnten erst automatisierte Fahrfunktionen der Stufe 4 einen großen Nutzen für die Verkehrssicherheit bringen, wenn sie unter allen Bedingungen innerhalb ihres vorgesehenen Konstruktionsbereichs einwandfrei funktionieren.

Das derzeitige Schutzniveau der passiven Sicherheitssysteme muss mindestens gleich bleiben und für bestimmte Konfigurationen angepasst werden.